Ein Lautsprecher, der sich ausziehen kann? Genau das haben wir uns in den letzten Wochen genauer angesehen und vor allem angehört.

Die Rede ist vom Libratone Zipp, einem mobilen Lautsprecher, der sich dank des schicken Designs und der AirPlay-Fähigkeit aber auch perfekt für die heimischen vier Wände eignet. Die Besonderheit: Die runde Box wird mit jeweils drei Hüllen aus Cashmere-Wolle geliefert, die man nach Belieben austauschen kann. Insgesamt bietet der Hersteller acht verschiedene Farben an.

Fangen wir aber mit den Basics an. Die Installation des Lautsprechers ist denkbar einfach, egal ob man ihn in ein bestehendes WLAN einbinden will oder ihn ein eigenes Netzwerk erstellen lässt, um die Musik dann später drahtlos von iPhone, iPad oder Computer abzuspielen. Das Libratone-eigene WLAN-Signal eignet sich perfekt für den mobilen Einsatz, denn im Park oder an der Grillhütte sind WiFi-Netzwerke ja eher die Seltenheit. Hilfreich ist auf jeden Fall die deutsche, ausführliche Beschreibung und die zugehörige Libratone-App, denn die Einrichtung ist so auch für Laien kein Problem.

Absolut erwähnenswert ist das Design des Zipp. Die gut 25 Zentimeter hohe Box hat einen Durchmesser von rund 12 Zentimetern. Sämtliche Technik ist natürlich im Inneren untergebracht, so auch der integrierte Akku (dazu später mehr). Für die Stromversorgung sorgt ein Kabel mit externem Netzteil, auf der Oberseite sind ein On/Off-Schalter mit Statusleuchte und zwei Buttons für die Lautstärke angebracht. Hinter dem Tragriemen aus Leder verbergen sich zudem noch zwei Knöpfe zur Einrichtung sowie ein AUX- und USB-Anschluss. Das war es, nicht mehr und nicht weniger.

Mit den beiden Eingängen kann man den Libratone Zipp mit anderen MP3-Playern und nicht WLAN-fähigen Geräten verbinden. Oder sie dazu nutzen, um die Akku-Laufzeit zu verlängern. Spielt man die Musik nämlich per Kabel ab, verdoppelt sich die Laufzeit im Vergleich zum WLAN-Modus auf acht Stunden. Bei normaler Lautstärke sind wir im PlayDirect genannten Wifi-Betrieb auf mehr als dreieinhalb Stunden gekommen.

In Sachen Klang braucht sich die bunte Röhre nicht verstecken. Der Sound ist klar, der Bass ist spürbar (wenn auch nicht umwerfend, aber das muss er meiner Meinung nach auch nicht sein). Verbaut sind neben einem Subwoofer mehrere kleinere Lautsprecher, der integrierte Verstärker liefert 60 Watt. Die Besonderheit: Die kreisrunde Bauform kommt nicht von ungefähr, der Libratone Zipp verteilt die Musik 360 Grad um sich herum. Daher macht er auch eine gute Figur, wenn er mitten im Raum steht. Mit der oben genannten App kann man die Klang-Einstellungen zudem noch etwas verändern, auch wenn die Unterschiede eher marginal sind.

Ein Extra, das es so wohl bei keinem anderen Hersteller gibt, ist die abnehmbare Hülle, die natürlich über einen Zipp gelöst wird. Man muss einfach einen Reißverschluss öffnen und kann den Lautsprecher entkleiden, um dann eine andere Hülle zu verwenden. In der Standard-Kollektion stehen schwarz, türkis und rot zur Auswahl, wer sich für die Funky-Edition entscheidet, kann zwischen schwarz, gelb und pink wählen. Für jeweils 49 Euro kann man auf der Hersteller-Webseite weitere Cover bestellen, zusätzlich gibt es hier noch grau, lila und hellblau.

Das entscheidende Kriterium wird am Ende der Preis sein. Hier besteht kein Zweifel daran, dass man für das Design ein paar Euro extra bezahlen muss. Erhältlich ist der Libratone Zipp für nicht unbedingt günstige 449 Euro (Amazon-Link). Dafür bekommt man aber auch einen echten Hingucker, den man optisch nach seinen Wünschen anpassen kann. Und technisch braucht sich der mobile Lautsprecher ebenfalls nicht zu verstecken, auch wenn er aufgrund seines geringeren Volumens nicht mit den ganz großen seiner Klasse mithalten kann – dafür sind die aber auch nicht so portabel.

Link: 

Libratone Zipp: AirPlay-Lautsprecher mit einzigartigem Design

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