Dezember 26th, 2012
Hörbuch-Tipp: Er ist wieder da

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Das Weihnachtsessen mit der Familie hat sich mal wieder gelohnt. Neben ein paar kleinen Geschenken gab es auch einen großartigen Hörbuch-Tipp.

Wer den zweiten Weihnachtsfeiertag heute Abend entspannt ausklingen möchte und keine List auf einen Spielfilm mit Werbeunterbrechungen hat, sollten einen Blick in den iTunes Store werfen. “Er ist wieder da” (iTunes-Link) von Timur Verdes steht da zwar schon länger zum Download bereit, ist aber durchaus einen Blick wert. Das knapp sieben Stunden lange Hörbuch zum gleichnamigen Roman wird von Christop Maria Herbst gelesen, für den diese Rolle wie gemacht scheint.

Die Geschichte handelt nämlich von Adolf Hitler, der immer Sommer 2011 auf einem leeren Grundstück in Berlin-Mitte aufwacht. “Ohne Krieg, ohne Partei, ohne Eva. Im tiefsten Frieden, unter Tausenden von Ausländern und Angela Merkel. 66 Jahre nach seinem vermeintlichen Ende strandet der Gröfaz in der Gegenwart und startet gegen jegliche Wahrscheinlichkeit eine neue Karriere – im Fernsehen”, heißt es in der Beschreibung des Buches.

Die gebundene Ausgabe bekommt bei Amazon vier Sterne, das gleiche gilt für das iTunes-Hörbuch (allerdings sind hier zahlreiche 1-Sterne-Bewertungen von Nutzern, bei denen es beim Download zu Problemen kam). Etwas schade finde ich, dass man bei iTunes nur 30 Sekunden in das Buch hinein hören kann – das reicht jedenfalls kaum für einen ordentlichen Eindruck.

Christoph Maria Herbst passt jedenfalls perfekt in die Rolle des “Führers”, die er ja schon jahrelang in der TV-Serie Stromberg verkörpert. Der bekannte Akzent ist zwar etwas anstrengend zum Zuhören, passt – wie bereits erwähnt – aber perfekt zum Thema. Ich bin jedenfalls schon gespannt, wie es nach den ersten Kapiteln weitergeht. Das Hörbuch ist nicht nur wirklich komisch, sondern auch erschreckend und wahr zugleich. Denn in der heutigen Zeit und der Sucht nach Quoten und Klicks, könnte es eine solche Persönlichkeit durchaus wieder an die Spitze schaffen…

Eine kleine Kostprobe gefällig? “Vermutlich wirkte ich den Hitlerjungen nicht hilfsbedürftig genug, sie machten den Eindruck, als wollten sie ihr Fußballspiel wieder aufnehmen, jedenfalls wandte sich der größte nun zu seinen Kameraden um, wodurch ich seinen Namen lesen konnte, den ihm seine Mutter auf das geradezu grellbunte Sportleibchen gewirkt hatte. ‘Hitlerjunge Ronadlo! Wo geht es zur Straße?’”

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